Zielgruppe gezielt ansprechen: So treffen Ihre Texte ins Schwarze

  • Alex Schmid
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Eine Content Marketing Strategie ist nur von Erfolg gekrönt, wenn die Texte die Zielgruppe genau dort abholen, wo sie steht. Wie die Zielgruppenanalyse gelingt und warum Personas bei der Content-Erstellung gute Dienste leisten.

Nur wer die Zielgruppe kennt, erreicht sie

Die kreativsten und spannendsten Inhalte und Texte zeigen nur wenig Wirkung, wenn keine Klarheit darüber herrscht, wer damit erreicht werden soll. Vor der Content-Erstellung ist es deshalb essenziell sich stets zu überlegen, wer das Zielpublikum ist:

  • Zielen die Inhalte auf B2B (Unternehmen) oder B2C (Konsumenten) ab?
  • Bringen die Zielpersonen fachspezifische Vorkenntnisse zum thematisierten Content mit oder nicht?
  • Kann die Zielgruppe besser in einem formellen oder persönlichen Stil aufgegriffen werden?

Je nach Eigenschaften der Leser fühlen sich diese von unterschiedlichen Inhalten, Sprachstilen und Bildwelten angesprochen. Mit einer gezielten Zielgruppenanalyse können Sie die verschiedenen Präferenzen und Bedürfnisse der Ansprechpersonen kategorisieren. In der Folge zeigen wir Ihnen auf, was eine solche Analyse alles beinhaltet und inwiefern sie bei der zielgruppenspezifischen Content-Erstellung hilft.

Was ist eine Zielgruppe? Eine Definition

Bei einer Zielgruppe handelt es sich um eine möglichst homogene Gruppe von Menschen, die ähnliche Bedürfnisse teilen und daher mit einer bestimmten Marketingmassnahme angesprochen werden sollen. Zur Zielgruppendefinition werden verschiedene Arten von Merkmalen unterschieden:

Zum Beispiel Alter, Geschlecht, Familienstand und Wohnort.
Zum Beispiel Einkommen, Bildungsstand und Beruf.
Zum Beispiel Einstellung, Konsumverhalten, Lebensstil, Werte, Interessen oder die Meinungen zu bestimmten Themen.

Verschiedene Methoden der Zielgruppenanalyse

Die Zielgruppenanalyse ist ein wichtiger Bestandteil der Content Marketing Strategie jedes Unternehmens. Durch sie kann ganz genau eruiert werden, auf welche Personengruppen gewisse Marketingmassnahmen abzielen sollen. Es gibt verschiedene Methoden zur Bestimmung der Zielgruppe:

Diese Recherche-Methode kommt einem klassischen Brainstormen sehr nahe. Dabei werden Gedanken und Ideen zu bestimmten Zielgruppen gesammelt und entsprechend kategorisiert. Die Methode gilt als Grundlage für die weitere Entwicklung von einzelnen Personas.

Um sich ein erstes Bild über die Nutzer der eigenen Webseite zu machen, lohnt es sich auf Google Analytics zurückzugreifen. Das Trackingtool liefert Angaben zu Alter, Geschlecht und Herkunft der Seitenbesucher. Auch wie lange die Nutzer auf der Webseite verweilen und welche Suchbegriffe sie eingegeben haben, finden Sie so heraus.

Online-Umfragen eignen sich insbesondere zur quantitativen Datenerhebung. Umfragen können heutzutage ohne grossen Aufwand mit kostenlosen digitalen Tools wie Google Forms, Survey Monkey oder Typeform erstellt werden. Achten Sie darauf, dass die Fragen so konkret wie möglich formuliert sind.

Die wohl detailliertesten und qualitativsten Ergebnisse liefern persönliche Interviews. Durch diese Art der Befragung können Sie den Bedürfnissen und Problemen der Zielgruppe noch genauer auf den Grund gehen.

Teilnehmer vermitteln in Interaktionen über Live-Chats und Diskussionsrunden ein spezifischeres Verständnis über ihre Werte und das Verhalten der zugehörigen Zielgruppe. Online-Communities werden zur Produkt-, Service- oder Ideenentwicklung herbeigezogen.

Bei Online-Blogs steht ein Moderator in engem Kontakt mit den Teilnehmern und kann dadurch Informationen zur Zielgruppe sammeln. Diese Methode eignet sich vor allem für die Grundlagenforschung, da Fragen und Aufgaben individuell angegangen werden können.


Eine gute Content Marketing Strategie ist unumgänglich, damit Ihre Inhalte bestmöglich zum Erreichen Ihrer Marketingziele beitragen.

So gelingt Ihre Content Marketing Strategie

Von der Zielgruppe zu den Personas

Um sich konkrete Personen der Zielgruppe vorstellen zu können, eignet sich das Erstellen von Personas. Dabei handelt es sich um fiktive Nutzer aus Ihrer Zielgruppe, die so anschaulich und genau wie möglich definiert werden. Sowohl demografische und soziodemografische Merkmale als auch psychografische Aspekte wie Wünsche, Bedürfnisse und das Informationsverhalten sind dabei relevant. Je genauer Sie sich die Persona vor Augen führen, desto grösser ist ihr Nutzen. Je nach Heterogenität der Zielgruppe ist es sinnvoll, zwischen drei bis fünf Personas zu erstellen.

Neben ihrer Funktion als Vorstellungshilfe helfen Personas im Content Marketing dabei, Informationsbedürfnisse und Probleme der Zielgruppe zu identifizieren und zu verstehen.

So gelingt das Erstellen von Personas

Um Personas greifbar zu machen, empfiehlt es sich, ihnen ein Gesicht und einen Namen zu geben. Die Zuordnung von möglichst vielen demografischen Merkmalen gibt ihnen noch mehr Substanz. Zusätzlich können Sie sich bei der Erstellung der fiktiven Personen zum Beispiel folgende Fragen stellen:

  • Was für Wünsche und Bedürfnisse haben die Personas?
  • Nach welchen Informationen suchen die Personas im Internet?
  • Welche Mittel und Medien nutzen die Personas zur Informationsbeschaffung?
  • Auf welchen Social-Media-Plattformen sind sie vertreten?
Beispiel: B2C Persona Katrin Fischer (Quelle: Storyhub)

Die Zielgruppe bestimmt den Inhalt

Herrscht Klarheit darüber, welche Personas Sie mit einem Text ansprechen möchten, können Sie den Inhalt des Textes danach ausrichten. Für einen medizinischen Fachtext haben Sie beispielsweise eine Ärztevereinigung als Zielgruppe definiert. Die Vorkenntnisse der Personas erlauben es die gewählte Thematik aus einer tieferen Perspektive zu beleuchten, als wenn der Artikel in einem Gesundheitsmagazin erscheint, welches für Patienten im Wartezimmer einer Arztpraxis aufliegt.

Die definierten Personas bestimmen dabei nicht nur die Art und Weise des Inhalts, sondern auch den Schreibstil. Unsere Empfehlung: Stellen Sie sich eine Persona bildlich vor und fragen Sie sich: Wie möchte diese Persona angesprochen werden?

Folgende Fragen können dabei helfen:

  • Ansprache: Fühlt sich die Persona wohl, wenn sie per «Sie» angesprochen wird? Oder zieht sie eine informelle Ansprache per «Du» vor?
  • Komplexität der Sprache: Möchte die Persona in möglichst einfacher und unkomplizierter Sprache Informationen erhalten? Oder sieht sie ein gewisses Mass an Fachwörtern als Zeichen von Professionalität?
  • Formalitätsgrad: Schätzt die Persona umgangssprachliche Ausdrücke und eine jugendliche Sprache? Oder ist ihr ein formeller Sprachstil lieber?

Die Zielgruppenanalyse lohnt sich

Auch wenn eine sorgfältige Zielgruppenanalyse und das Erstellen von Personas etwas Zeit in Anspruch nehmen: Inhalte mit einem zielgruppengerechten Schreibstil steigern die Erfolgschancen der Content Marketing Strategie stark. Es lohnt sich auf jeden Fall, genügend Zeit und Ressourcen dafür einzuplanen.

Sie wollen Ihren Marketing Content zielgruppengerichtet gestalten? Haben Sie Fragen zur Zielgruppenanalyse, der Entwicklung von Personas oder anderen Themen rund um Content Marketing?

Gerne beraten wir Sie persönlich: schmid@storyhub.ch oder 044 268 90 25.

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